NatuRELLlokal
Solarstrom gemeinsam nutzen
Mit den neuen Regelungen zur Stromversorgung in der Schweiz können Kundinnen und Kunden lokal produzierten Strom direkt gemeinsam nutzen. So profitieren Sie von mehr Unabhängigkeit, tieferen Kosten und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur lokalen Energiewende.
Mit der Dienstleistung NatuRELLlokal unterstützen wir die Bildung von Eigenverbrauchsgemeinschaften, indem wir eine Abrechnungslösung anbieten, welche die Verteilung der lokalen Energie direkt in die Stromrechnung integriert.
Unter NatuRELLlokal stehen Ihnen drei zentrale Eigenverbrauchsmodelle zur Verfügung:
- ZEV - Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
- vZEV - Virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
- LEG - Lokale Elektrizitätsgemeinschaft
ZEV - Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
Ein ZEV ist ein vertraglicher Zusammenschluss mehrerer Parteien – beispielsweise Eigentümer und Mieter eines Mehrfamilienhauses –, die gemeinsam den vor Ort produzierten Solarstrom nutzen. Seit der Energierechtsrevision 2018 können sich nicht nur Bewohner desselben Gebäudes, sondern auch angrenzender Grundstücke zusammenschliessen, um den selbst erzeugten Strom direkt zu verbrauchen. Dies erhöht den Eigenverbrauchsanteil und reduziert die Strombezugskosten aus dem öffentlichen Netz. Für die Gründung eines ZEV sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, darunter die Zustimmung aller Beteiligten und ein gemeinsamer Netzanschluss.
vZEV - Virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
Seit dem 1. Januar 2025 ist es mit der Einführung des virtuellen Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (vZEV) noch einfacher, Solarstrom gemeinschaftlich zu nutzen. Dieses Modell ermöglicht es Liegenschaften mit einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt, ihren Solarstrom effizient zu teilen, ohne umfangreiche bauliche Anpassungen vornehmen zu müssen. Die Abrechnung erfolgt virtuell auf Basis der Smart Meter und es müssen keine aufwändigen Umverdrahtungen vor Ort mehr gemacht werden, was die Einrichtungskosten wesentlich reduziert.
LEG - Lokale Elektrizitätsgemeinschaft
Ab 2026 wird das Konzept der lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) eingeführt. LEG ermöglichen es mehreren Parteien innerhalb derselben Gemeinde, sich zusammenzuschliessen, um gemeinsam Strom zu produzieren, zu speichern und zu verbrauchen. Im Gegensatz zum ZEV, der auf einen gemeinsamen Netzanschluss beschränkt ist, können LEG-Mitglieder über verschiedene Netzanschlüsse hinweg verbunden sein. Dies fördert die lokale Produktion von erneuerbaren Energien.
Vorteile für Kundinnen und Kunden
- Kosteneinsparungen:
Durch den erhöhten Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms können die Strombezugskosten aus dem Netz signifikant gesenkt werden. - Nachhaltigkeit:
Die Nutzung von lokal erzeugtem Solarstrom senkt den CO2-Ausstoss und unterstützt die Energiewende. - Unabhängigkeit:
Eigenverbrauchsgemeinschaften und Elektrizitätsgemeinschaften verringern die Abhängigkeit von externen Stromanbietern und schwankenden Strompreisen.
Herausforderungen für die Verteilnetzbetreiber
- Steigende Netznutzungsgebühren:
Die Eigenverbrauchsgemeinschaften beziehen weniger Strom aus dem öffentlichen Netz, wodurch die Netznutzungsentgelte sinken. Die Fixkosten für Betrieb und Instandhaltung der Netze bleiben jedoch bestehen. Diese Kosten werden auf weniger Verbraucher verteilt, was steigende Netznutzungsgebühren zur Folge haben kann. - Planbarkeit der Energiemengen:
Die schwankende Einspeisung und der schwer kalkulierbare Eigenverbrauch der dezentralen Anlagen erschweren die präzise Prognose und Steuerung der Energiemengen. Verteilnetzbetreiber müssen flexiblere und digital gesteuerte Systeme entwickeln, um Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. - Netzausbau und -verstärkung:
Die Integration zahlreicher dezentraler Erzeugungsanlagen bedingt den Ausbau und die technische Modernisierung der Verteilnetze, insbesondere zur Gewährleistung von Spannungsstabilität, Rückspeisefähigkeit und Netzschutz. Dies erfordert hohe finanzielle Investitionen.